Indische Tempel und menschlicher Körper – Frank Timmermann

Auszug aus dem Artikel Indische Tempel und menschlicher Körper vom Frank Timmermann, veröffentlicht auf mystica.tv – Indische Tempel und menschlicher Körper

Die jahrtausende alte indische Weisheitslehre ist die Mutter allen spirituellen Denkens unserer Tage. So nimmt es nicht Wunder, dass auch vedische Tempel interessantes „Wissen in Stein“ beinhalten. Der Autor beschäftigte sich lange mit diesen Themen und enthüllt für uns die verborgenen Parallelen zwischen Tempelaufbau und menschlichem Körper.

Seit meinem ersten Besuch in Indien im Jahre 1996 machte ich mir über die wahre Bedeutung der indischen Tempel meine Gedanken. Die Frage, die mich seit dieser Zeit bewegte und nicht mehr los lies war: „Was war der Grund für die Erbauung dieser Tempel und was haben sich die Erbauer gedacht, als sie jene Architektur geschaffen haben, die einer immer wieder kehrenden und logischen Anordnung von Kammern, Gängen, Flächen, Toren, Symbolen, Statuen und Zeichen unterliegt und sich in vielen Tempel Indiens wiederfindet?“.

Indische Tempel und menschliche Körper

Immerhin sind viele dieser Tempel mehrere tausende Jahre alt, und ich konnte mir seit dem ersten Kontakt mit einem dieser kunstvoll geschaffenen Bauwerke einfach nicht vorstellen, dass man diese wundervollen Kraftorte nur als Treffpunkte geschaffen hatte, um Menschen in allen Zeiten die Möglichkeit zu geben, um Opfergaben zu bringen, zu meditieren, sich energetisch aufzutanken, zu feiern oder um den zahlreichen, aus Granit geformten Gottheiten zu huldigen und um sie zu verehren. Mir war aus irgendeinem Grunde klar, dass hinter all dem noch eine tiefere Bedeutung existieren musste, die weit über die Bedeutung hinausgeht, die uns im Allgemeinen bekannt ist.

Bei einem Besuch einer besonders energetisierenden Tempelanlage im August 2014 wurde mir die wahre Bedeutung jener faszinierenden Bauwerke endlich klar. Wie im Jahre 1996, so standen uns auch dieses Mal wieder zahlreiche Tempelbesuche bevor, an denen wir unsere Pujas (Opfergaben) machen sollten, wie es uns in unseren Palmblättern vorgelesen wurde. Und bereits beim Betreten des ersten Tempels war es wieder dieses selten empfundene tiefe Gefühl des Friedens und der Geborgenheit, das einen überwältigt, wenn man sich innerlich dafür öffnet. Nicht vergleichbar mit der Kälte und Dunkelheit, die uns hierzulande in den Kirchen begegnet.

 

Das Betreten der inneren Kammern der Tempel versetzt noch tiefer ins Erstaunen, zumal ich nun das erste Mal die Gelegenheit bekam, ein mehrere tausende Jahre altes Heiligtum betreten zu dürfen, das für Nicht-Hindus normalerweise nicht zugänglich ist. So wurde ich erneut im Innersten der Anlage von einer noch stärker pulsierenden oder vibrierenden Energie oder Schwingung überrascht, die auf eine Art unsere Körper und unsere Seele berührte und in uns ein regelrechtes Kribbeln entstehen ließ und ganz offensichtlich von der göttlichen Quelle oder Statue auszugehen schien, von der Mutter Agilandeswar nach der auch diese Tempelanlage benannt ist. Mutter Agilandeswar – siehe das Bild links oben – repräsentiert  Gott in einer bestimmten, weiblichen Form und wird im Hinduismus wie eine Mutter abgöttisch verehrt. So ist es kein Wunder, dass viele Hindus sich gerne in ihrer Nähe aufhalten und diesen Tempel gerade Freitags in großer Zahl besuchen.

Es war ein Fest für unsere Augen und unsere Seelen, sich im Innersten der Tempelanlage aufhalten zu dürfen. So war der heiligste Schrein, den wir nur durch die Erlaubnis unsere Swamis betreten durften, umgeben von einer Art schwarzem, seidenmattem Granit, der auf wundervolle Art verziert war und Formen und Intarsien aufzeigte, die eine Fertigungsqualität in den Details und Kanten aufwies, wie sie, wenn überhaupt, höchstens von unseren heutigen Technologien erreicht werden könnte. Es fehlten einem sprichwörtlich die Worte, wenn man direkt davor stand und sah, was vor tausenden von Jahren auf scheinbar unerklärliche Weise entstand. Denn diese Fertigungsqualität muss man gesehen haben. Nach Rückfrage meines Swamis meinte er, es sei ein Werk der Rishis gewesen. Niemand anderes hätte so etwas erschaffen können. Wundervoll und Wundersam zugleich.

 

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By |2017-01-18T09:54:12+00:00Februar 22nd, 2016|News|0 Kommentare